Wie groß dagegen selbst ein kleiner Laib Brot werden kann, wenn er nicht als Normalität neben vielem Anderen im Supermarkt gekauft, sondern - nicht nur in schweren Zeiten - als Zeichen der Nächstenliebe weitergeschenkt wird, führten Präparanden und Konfirmanden in ihrem Anspiel vor Augen. "Solange es Menschen gibt, die aus Liebe für andere etwas abgeben, was sie selber bräuchten, brauchen wir keine Angst um unsere Gesellschaft zu haben", war die Botschaft, die die Anspielkinder am Ende gleich zweimal aussprachen. Damit war dann auch die Überleitung zur Feier des Heiligen Abendmahls geschaffen, zu dem sich die Festgemeinde im großen Kreis um den Erntedankaltar versammelte. Gott selbst in Brot und Traubensaft zu empfangen, das ist Gottes Zeichen für uns, daß uns nicht bang um uns sein muß. In diesem Sinne durften die Gäste dann auch den Erntedank-Tisch "plündern": Der Gartenbauverein Kammerstein hatte ihn gedeckt, und die Spenden für die mitgenommenen Gaben gehen an das Partnerdekanat in Menyamya, Papua Neuguinea.