35 Jahre Diakonieverein

Der Diakonieverein Kammerstein hat sein "kleines Jubiläum" gefeiert und auf 35 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückgeblickt. "Die Rohrer Diakoniestation nicht im Regen stehen zu lassen", das war seinerzeit das Anliegen von Pfarrer Karl Heinz Keller gewesen. Als Gründungsmitglied und Initiator des Vereins war er auch persönlich anwesend. Gemeinsam mit anderen Kammersteinern hatte er den Verein am 9. Oktober 1984 ins Leben gerufen und das Ziel ausgegeben: Wir unterstützen die Arbeit der Rohrer. Bis heute ist die Förderung der Diakoniestation eines der beiden Hauptziele des Vereins - neben der Stärkung der Kammersteiner Jugendarbeit. Die Spenden, die der Verein aus Mitgliedsbeiträgen und den Erlösen der Losbudeneinsätze, des Getränkestands beim Sagenfest oder des Waldmarktverkaufs erzielt, gehen daher auch in erster Linie an die Träger dieser beiden Tätigkeiten. In Kammerstein wird die Stelle der Jugendreferentin Edith Haberzettl finanziell unterstützt und damit Jungschararbeit, Kinderbibeltage und Teameraktitivitäten rund um Präparanden- und Konfirmandearbeit ermöglicht. Die Rohrer Diakoniekräfte können sich dank der Finanzspritzen immer ein wenig Extrazeit für ihre Patientinnen und Patienten nehmen. "Fünf-Stunden-Projekt" heißt das Programm, mit dem durch Spendengelder das eher knapp bemessene Zeitbudget der Kostenträger aufgestockt wird.

Pfarrerin Daniela Merz, die erste Vorsitzende des Diakonievereins, ging in ihrer Predigt auf diese Extras ein - und auf den Segen, den die Arbeit der Diakonie und die regen Kammersteiner mit ihrem Diakonieverein darstellen. In diesem Zusammenhang sprach sie auch ihren Dank an Marga Link, die Leiterin der Rohrer Station, für die gute Zusammenarbeit aus. Bei einem Empfang im Anschluß an den Gottesdienst wurde außerdem Stefan Bartelt geehrt. Für 35 Jahre aktive Arbeit wurde ihm die Ehrenurkunde der Diakonie Bayern in Gold überreicht. Neben Pfarrer Keller, Siegfried Bauer, Babette Sommer und Anna Petzoldt war er einer der Vereinsgründer, und er ist bis heute noch unermüdlich für "seine Diakonie" zur Stelle. Dieses Engagement, so Pfarrerin Merz, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Ersetzen kann man es ohnehin nicht, es ist ein Segen auf seine eigene Art.