Über 65 Jahre lang war der „Mathes“ (Mathias) Spachmüller Mesner unserer Georgskirche. Zusammen mit seinem Großvater kommen sogar über 100 Jahre Mesnerdienst zusammen – immer unterstützt von den Ehefrauen. Am 23. August durfte er nun im stolzen Alter von 88 Jahren sterben.
Unsere Kirchengemeinde blickt dankbar auf sein Schaffen zurück. Im November 1957 hatte er seinen Dienstvertrag unterzeichnet, wenige Jahre später war seine Frau Marianne mit in den Mesnerdienst eingestiegen. Bis in die 2000er Jahre gehörte neben dem Mesneramt in der Georgskirche auch die Tätigkeit des Totengräbers mit zum Arbeitsauftrag. Unzählige Gräber hat er dabei ausgehoben – von Hand. Den Friedhof kannte er wie kein anderer. Welches Grab gehört zu welcher Familie; wer liegt links, wer rechts; an welchen Stellen sind Tiefgräber möglich, wo ist der Burgfelsen im Weg (und wo wurde es noch nie versucht)? All dieses Wissen hatte der Matthes im Kopf.
Pfarrer Karl Josef Lottner, Pfarrer Günter Wagner, Pfarrer Karl Heinz Keller, Pfarrerin Sabine und Pfarrer Martin (Bek-)Baier sowie zuletzt nur Pfarrerin Daniela und Pfarrer Stefan Merz – sieben Geistliche versahen während seines Mesneramtes ihre Dienste in unserer Gemeinde. Und er sorge dafür, dass wir Pfarrerinnen und Pfarrer „die Wåar scho gscheid“ machten.
Nun sind für ihn die Worte des 23. Psalms Wahrheit geworden: Er wird nun bleiben im Hause des Herrn für immer und ewig. Oder in seinen Worten: „Seid ned draurich, ich bin bloß nebmdroh“.
