Der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Kammerstein hat im Mai eine Testphase beschlossen: In den Nachtstunden, zwischen 22 und 6 Uhr, soll der Zeitschlag der Glocken der St. Georgskirche probeweise ausgesetzt werden. Das Läuten zum Morgengebet war davon nicht berührt. Der Entscheidung voraus gegangen war eine entsprechende Bitte eines Kammersteiner Bürgers. Der Kirchenvorstand hat dieses Bedürfnis ernst genommen und in mehreren Sitzungen über das Thema beraten. Um das Testergebnis nicht zu verzerren, wurde die beschlossene Testphase bewusst nicht kommuniziert. Würde es auffallen, dass die Glocken nachts nicht mehr schlagen? Würde der Zeitschlag vermisst werden? Das Ergebnis: In den ersten zwei Monaten gab es zwei Rückmeldungen dazu. Erst danach mehrten sich die Stimmen derer, die den Glockenschlag vermissten, dann nahm die Diskussion um das Thema durch eine Unterschriftenaktion mehrerer Gemeindeglieder, die „ihre“ Glockenuhr wieder schlagen hören möchten, nochmal deutlich an Fahrt auf. Zu diesem Zeitpunkt war die Sommerausgabe des Gemeindebriefs bereits fertig gestellt. Darum konnten wir da noch nichts über die „Glockenfrage“ berichten.
Wie geht es nun weiter: Der Kirchenvorstand wird das Testergebnis in seiner Sitzung am 21. September beraten. Gerne können die Kammersteiner Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen und Bedürfnisse zum Thema „nächtlicher Glockenschlag“ im Vorfeld aktiv kundtun. Pfarrersehepaar Merz und die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher sind dafür offen und nehmen die Voten dann mit in die Sitzung. Über das Ergebnis der Beratungen wird die nächste Gemeindebriefausgabe (Anfang Oktober) informieren.
